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Mein Auslandshalbjahr in Tennessee, USA
 

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Wie alles begann...

Erstmal ein dickes Hallo an alle, die meinen ersten Eintrag in diesem Blog hier lesen!

Aaaalso, in diesem ersten Eintrag möchte ich euch ein wenig darüber erzählen, wie ich überhaupt auf die Idee gekommen bin, mich für ein halbes Jahr aus dem Staub zu machen und wie aus dem Traum letztendlich Wirklichkeit geworden ist... (Naja, eigentlich kann man das nicht so sagen, denn bis ich nicht den ersten Fuß auf amerikanischen Boden gesetzt habe, kann immer noch, aus welchem Grund auch immer, etwas schief gehen und im schlimmsten Fall müsste ich dann doch noch hier bleiben :/ Hoffentlich nicht!!!)

Ich bin schon immer echt gerne gereist, meine Eltern haben sich immer Mühe gegeben mir möglichst viel von Deutschland und Umgebung zu zeigen und dafür bin ich ihnen echt dankbar, denn ich glaube ich bin schon in so ziemlich jedem Winkel von Deutschland gewesen und oft genug haben wir es auch aus Deutschland raus, bis nach Italien, Spanien, Polen oder Frankreich geschafft.
Irgendwann, als ich noch ziemlich klein war, habe ich angefangen, mich zu fragen, wie es wohl wäre, wenn ich in einem anderen Land geboren wäre und dort leben würde.
Nach einer Menge Reisen quer durch Europa und nachdem ich mit dem Schüleraustausch meiner Schule zwei Wochen in einer französischen Gastfamilie verbracht und da auch die Schule besucht hatte, wusste ich, dass das Leben dort nicht großartig anders ist. Ok...doch, es gibt eine Meeenge Unterschiede, aber irgendwie fühlt es sich trotzdem noch so "nebenan" an. Nachbarland, halt...
So schön ich es hier und in Frankreich auch finde, das war mir immer noch nicht weit genug weg...

Und so kam irgendwann für mich der Wunsch auf nach Amerika zu reisen. Und wie sollte man den echten "American way of life" besser kennenlernen als mit einem "Highschool Year"? 
Hier bei uns kennt man die USA aus Hollywoodfilmen, Sitcoms und einfach, weil sie in den Medien allgegenwertig sind. Aber mich interessiert einfach, wie es "da hinten" wirklich ist. Was ist das für ein Gefühl, in so einem großen, einflussreichen Land zu leben? Gibt es den berühmt-berüchtigten School-Spirit wirklich? Wie ist das so, tatsächlich auf eine waschechte amerikanische Highschool zu gehen? Ist das Schul-Essen wirklich so eklig, wie man immer hört und stimmt es, dass die Amerikaner ihr Land mehr lieben als alles andere?

Als ich meinen Eltern meine Idee eröffnet habe, waren die wirklich alles andere als begeistert. Ihr müsst wissen, ich bin wohl so ziemlich die einzige in unserer Familie, die gerne diskutiert, der Rest neigt eher dazu, sich entweder sofort, unmissverständlich dagegen auszusprechen ("Das glaubst du doch wohl selber nicht", oder einfach ein schlichtes "NEIN" oder wie mit Patafix festgeklebt an seinem Standpunkt hängen zu bleiben und manchmal (husthust) neigt meine Familie (die ich echt sehr, sehr lieb habe) dazu, Meinungen, die von ihrer eigenen abweichen zu ignorieren und unter den eigenen Ansichten zu begraben.
Aber das bin ich mittlerweile echt gewöhnt und lasse mich für gewöhnlich nicht mehr so leicht abwimmeln. Und, um das Happy-End schonmal vorweg zu nehmen: Auch in dieser Angelegenheit habe ich sie letztendlich rumgekriegt (stellt euch mein triumphierendstes Lächeln und, wenn ihr ganz viel Vorstellungskraft habt, meine höchstpersönlich kreirtes Triumph-Tänzchen vor :D )
 
Ursprünglich war es mein Plan, nach der zehnten Klasse das komplette elfte Schuljahr im Ausland zu verbringen. Der klassische Weg also.
"Damit versaust du dir dein Abi!", höre ich die Stimme meines Vaters noch heute in meinem Kopf.
Und, ob es mir gefällt oder nicht, damit hat er Recht. In Zeiten von G8 ist es wohl nicht besonders klug, den Schulstoff eines ganzen Jahren zu verpassen (es ist nämlich nicht gesagt, dass im Gastland das gleiche Zeugs wie hier auf dem Lernplan steht). Und seit der Einführung von G8, die ich für absoluten Unsinn halte (ich DARF das sagen, ich gehöre zu den "Opfern", sammelt manbereits in der 11 Punkte für's Abitur.
Ein neuer Plan musste her!
Das Bildungsministerium und co empfehlen, Auslandsjahre ab jetzt ins 10. Schuljahr zu verlegen und danach wieder "nahtlos an die geplante Schullaufbahn anzuknüpfen" (wie ich diese Politiker-Ausdrücke manchmal liebe, da fühlt man sich doch so riiichtig motiviert, oder nicht?)
Aber auch bei diesem Plan hatten meine Eltern Bedenken, dass mir das ganze meinen Abschluss und damit meine komplette Zukunft versauen könne. Und ich muss sagen, mittlerweile finde ich es selber ziemlich riskant, das einzig wirkliche Einführungsjahr, was man in der Oberstufe hat, komplett zu verpassen. Klar, könnte ich den Stoff aufholen, ich bin mir ziemlich sicher, dass ich das hinbekommen würde, aber letztendlich ist es mir dann doch zu riskant, denn ein Schuljahr zu wiederholen geht für mich, wie schon erwähnt, gar nicht klar!

Aber was, wenn man nicht das ganze, sondern nur die erste Hälfte des Schuljahres verpasst? Schließlich bieten die meisten Austausch-Organisationen auch sogenannte "Auslandshalbjahre" an.
Und geboren war der Masterplan, der letztendlich auch meine Eltern überzeugte!

29.4.11 21:07

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