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Mein Auslandshalbjahr in Tennessee, USA
 

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Application- Mein bester Freund das Wörterbuch

Ungefähr eine Woche später bekam ich dann die "Application" (also die sehr ausführliche verbindliche Bewerbung incl. Vertrag) zugeschickt. Die Bewerbungsmappe muss teils per Internet und teil handschriftlich ausgefüllt werden. Ich sag's euch ganz ehrlich: Der ganze Blätter-Salat wirkte echt abschreckend!!! Trotzdem wollte ich das Ganze so schnell wie möglich hinter mich bringen, schließlich hatte man erstens nur einen Monat Zeit (hört sich jetzt viel an, aber man sollte bedenken, dass man alle möglichen Informationen und Daten zusammensuchen muss: Impfungen, Daten von Krankenhausaufenthalten, ein ärztliches Gutachten, schriftliche Kommentare von Lehrern usw und auch der Brief an die potentielle Gastfamilie muss noch geschrieben werden). Also legte ich sofort los. Erstmal kam ich überhaupt nicht mit der Internetseite klar, aber ein Anruf bei TravelWorks brachte langsam Licht ins Dunkle. Hat echt gedauert, bis ich da durchgestiegen bin... Mit dem Ausfüllen der Fragebögen und co kam ich eigentlich ganz gut klar, aber beim Arzt musste ich gefühlte 13489980 mal anrufen, damit er das Gutachten rechtzeitig ausfüllte. Und auch für den Hostfamily-letter hab ich einige Zeit gebraucht. War gar nicht so einfach, den Leuten "dahinten" zu zeigen, wer man ist, wie man lebt und was man sich von einem Auslands(halb)jahr verspricht.Außerdem muss man es ja auch irgendwie hinkriegen ein möglichst gutes Bild von sich entstehen zu lassen... und das alles ja auch noch auf Englisch! Also richtig einfach war das nicht und mein Wörterbuch habe ich echt noch nie in so kurzer Zeit so oft benutzt. Ich sag ja: Mein bester Freund das Wörterbuch :D Letztendlich hab ich's aber glaube ich noch ganz gut hinbekommen Größere Probleme hatten da jedoch meine Eltern, denn auch sie mussten einen Brief an die Gasteltern schreiben, in dem sie mich vorstellen und erzählen, wie ich so bin und worauf sie bei meiner Erziehung wert legen...solche Sachen halt. Also verfasste meine Mutter einen ca. 2-seitigen Brief über mich. Sie hat sich echt Mühe gegeben, aber das ganze leeeeider auf Deutsch :D Unglücklicherweise war Papa&ihr wohl nicht ganz klar gewesen, dass auch dieser Brief auf Englisch verfasst sein sollte und NICHT von der Organisation übersetzt wird. Da waren sie ganz schön geschockt, als es plötzlich hieß "do it in English, please". Da meine Eltern zwar Grundkenntnisse in Englisch haben, die aber nicht für einen kompletten Brief reichten und uns nur noch wenige Tage bis zur "Deadline" blieben, versuchte Mama erstmal ihre Cousine in Amerika zu kontaktieren, die ihr den Brief dann übersetzen sollte. (Ja, sie hat extra in den Staaten angerufen und ihrer Cousine das ganze dann per Mail zur Übersetzung zugeschickt). Allerdings ging das nicht so schnell wie sie gehofft hatte, wegen der Zeitverschiebung und so. Aaaalso blieb nur noch eine Möglichkeit: Ich musste wieder ran und den Brief übersetzen. (Womit ich auch kein Problem hatte, schließlich handelt es sich ja um die Verwirklichung MEINER big adventure.) Nachdem das endlich geregelt war, schickten wir die Application und den unterzeichneten Vertrag, inclusive einer Kopie der Reisepasses ab. Mein Gott, war ich erleichtert, als diese Zettel-Wirtschaft endlich aus dem Haus war... Aber leider war das ganze wohl doch noch nicht komplett erledigt... Ein paar Tage später kam nämlich ein Anruf von TravelWorks: Ich hätte vergessen ein Foto-Album im Internet zu erstellen, das der Gastfamilie mit meiner Bewerbung vorgelegt wird. Soweit stimmte das auch, ich hatte keine Fotos hochgeladen. Aaaber: "Vergessen" war hier nicht das richtige Wort :D Ich hatte gedacht, diese Fotos wären ein freiwilliger Zusatz gewesen, um die potentielle Gastfamilie von einem zu überzeugen. Falsch gedacht. Das Fotoalbum gehörte zum Pflicht-Teil der Application für die amerikanische Partnerorganisation CIEE. Also gab man mir noch eine Woche Zeit, um Fotos, "die der Gastfamilie Einblick in mein Leben geben", auf eine Internetplattform hochzuladen. Diese Fotos sollten schon einigermaßen vernünftig sein. Da sollte der Onkel auf dem Familienfoto wohl besser keine Bierflasche in der Hand halten und die beste Freundin auf einem, im letzen Sommer geschossenen Bild, mehr anhaben als nur einen Bikini. Als ich genug Bilder gefunden hatte, an denen es nix auszusetzen gab, lud ich sie alle hoch und ENDLICH war das Kunstwerk vollbracht :D )) Man muss ehrlich sagen: Die Application ist keine einfache Angelegenheit, aber wer eine hoffentlich zu einem passende Gastfamilie verlangt, der muss das ganze halt hinter sich bringen. Außerdem tut man das ganze ja auch um seinem Traum noch ein Stück näher zu kommen

7.5.11 19:31

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